Navidad im Spanischunterricht

Auf vielfachen Wunsch dieses Jahr noch einmal mein Weihnachtsquiz in einer überarbeiteten Fassung – einmal für die Anfänger und einmal für die Fortgeschrittenen – und v.a. mit Lösungen.

quiz_de_navidad_1

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(Die Erklärungen zu den falschen Antworten findet Ihr bei “quiz de navidad 1 solucion”.)

Und noch einmal die Frage an Euch:

Welche Ideen habt ihr für die letzten Stunden vor Weihnachten für den Spanischunterricht? Filme…? Arbeitsblätter…? Unterrichtseinheiten…? Ich bin sicher, auf so manchen Eurer Computer schlummert gutes Material, in das Ihr viel Arbeit und Energie gesteckt habt! Es wäre doch wirklich schade, wenn das niemand zu Gesicht bekommt! Lasst uns SpanischlehrerInnen zusammen arbeiten und unsere Materialien und Ideen untereinander austauschen.!

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Empfehlenswerte Filme

 

 

Hier möchte ich diejenigen spanischen und lateinamerikanischen Filme sammeln, die jetzt vielleicht inhaltlich nicht den größten didaktischen Wert haben, dafür aber erfahrungsgemäß die Schüler für das spanischsprachige Kino begeistern. Und das ist ja schließlich auch unsere Aufgabe, oder?! Also perfekt für letzte Stunden vor den Ferien o.ä.

Welche Filme schaut ihr mit Euren Schülern und könnt ihr weiter empfehlen? Schreibt einen kurzen Kommentar unter diesen Post!

La Comunidad – Allein unter Nachbarn (2000)

Ein spanischer Klassiker des schwarzen Humors von Alex de la Iglesia (bekannt v.a. durch “El día de la bestia”… auch ein super Film, aber leider nix für die Schule;-).

 

El bar – Frühstück mit Leiche (2017)

Und gleich noch ein Film desselben Regisseurs. Die neueste Horrorkomödie von Alex de la Iglesia steht La Comunidad in nichts nach…

 

 

 

 

 

 


Grammatik-Arbeitsblätter

In meinem Spanischunterricht führen die Schüler kein Grammatikheft. Handgeschriebene Grammatik-Hefteinträge der Schüler haben bekanntermaßen einige Nachteile:

  • Verlust von Unterrichtszeit: Es dauert lange, bis wirklich alle Schüler den Eintrag von der Tafel abgeschrieben haben.
  • Fehleranfälligkeit aufgrund falschen Abschreibens von der Tafel
  • Unübersichtlichkeit: Platzeinteilung, Struktur und Schriftbild lassen oft zu wünschen übrig

Stattdessen hat jede/r Schüler/in einen Schnellhefter, in den von der Lehrerin erstellte Grammatik-Arbeitsblätter abgeheftet werden. Fast immer handelt es sich dabei um Übersichten mit Tabellen und Merksätzen, die im Unterrichtsgespräch gemeinsam erarbeitet und ausgefüllt werden. So müssen die Schüler nach wie vor die Grammatik-Regeln selbst aufschreiben, jedoch ohne oben genannte Nachteile der Hefteinträge.

Meistens enthalten die Arbeitsblätter außerdem noch eine Reihe von Übungen, da ich das Übungsangebot in Buch und Arbeitsheft grundsätzlich für zu gering halte.

Im Folgenden seht ihr nun einige meiner Grammatik-Arbeitsblätter.

 

Ihr habt selbst Grammatik-Arbeitsblätter und Übungen erstellt und nutzt sie in Eurem Unterricht? Schickt sie mir und ich stelle sie hier online. Teilt Eure wertvolle Arbeit mit Euren KollegInnen, die sicher sehr dankbar dafür sind. Helft mit, uns zu vernetzen und von den Verlagen und anderen kommerziellen Anbietern unabhängiger zu machen!!!


Arbeitsblätter zu Línea amarilla 1

Ich arbeite inzwischen mit einem anderen Lehrwerk: Línea amarilla 1 (Klett Verlag). Ursprünglich ist das Buch gedacht für Spanisch als 2. Fremdsprache am Gymnasium, ich unterrichte damit derzeit an einer Realschule.

Habt Ihr Interesse an meinen Arbeitsblättern zum Buch? Falls ja, schreibt mir doch einen Kommentar oder eine E-Mail. Mich würde auch sehr interessieren, wann und wo Ihr das Buch einsetzt (Schulform, Klasse) und wie Ihr damit zufrieden seid.

Bei Interesse veröffentlich ich dann meine Arbeitsblätter zu den einzelnen Lektionen wieder hier in meinem Blog.


Austausch von Materialien – Macht mit!

Ich bekomme immer wieder mal E-Mails von SpanischlehrerInnen, die nicht nur an meinem Blog, sondern auch an einem Austausch von Materialien interessiert sind.

Es existieren ja einige (teils kostenpflichtige) Foren zum Rauf- und Runterladen von Arbeitsblättern, Schulaufgaben etc. Oft muss man dort selbst Arbeitsblätter hochladen, um dafür Punkte zu erhalten, für die man dann im Gegenzug selbst Material runterladen kann. Das führt leider dazu, dass interessierte Lehrer sämtliches verfügbares Material hochladen müssen, um möglichst viele Punkte zu erhalten, was das Angebot ziemlich unübersichtlich und die Suche nach geeignetem Material schwer und zeitintensiv macht.

Meine Motivation für diesen Blog war es, nur diejenigen Materialien und v.a. Ideen hochzuladen, die in meinem Unterricht gut funktionieren und die u.U. wirklich zeit- und arbeitsintensiv in der Erstellung waren, um so Kolleginnen die Arbeit zu erleichtern.

Wenn Ihr mit mir zusammen arbeiten wollt und Lust habt, wirklich gute Unterrichtsideen, Projekte, Arbeitsblätter o.ä. mit anderen SpanischlehrerInnen zu teilen, lade ich euch ein, mit mir per E-Mail Kontakt aufzunehmen. Ich würde mich sehr freuen, eure Ideen hier auf meinem Blog in Form von Gastbeiträgen (namentlich oder auch anonym) zu veröffentlichen. Teilt eure gute Arbeit mit uns Kollegen, lasst uns voneinander profitieren und lernen und unseren Unterricht verbessern. Dafür brauchen wir keine kommerziellen Tauschbörsen oder teure Abos der Schulbuchverlage, sondern müssen uns nur endlich besser vernetzen!!!

Ich möchte nochmal darauf hinweisen, dass hier veröffentlichte Materialien für Unterrichtszwecke beliebig verwendet, vervielfältigt und geteilt werden dürfen. Ich bitte Euch jedoch darum, das Material nicht als Euer eigenes auszugeben. (D.h. falls Ihr – von Seminarlehrern oder Kollegen – nach der Quellen gefragt werdet, seid ehrlich und verweist auf diesen Blog bzw. bei namentlichen Beiträgen auf den Autor.)

 


Sprachschule als Alternative zum Schüleraustausch?!

Auf Grund unserer erfolglosen Suche nach einer spanischen Partnerschule organisieren wir an unserer Schule seit zwei Jahren für die Zehntklässler (= 3. Lernjahr) einen einwöchigen Aufenthalt an einer spanischen Sprachschule. Trotz anfänglicher Skepsis in Bezug auf den Nutzen für die Schüler haben wir damit sehr positive Erfahrungen gemacht. Nachdem ich die Schüler dieses Jahr begleitet habe, konnte ich mich selbst davon überzeugen, dass die Schüler in der Tat auch sprachlich von diesem kurzen Aufenthalt profitieren konnten.

Der Hauptunterschied zwischen einem Sprachschul-Aufenthalt und einem traditionellen Schüleraustausch ist, dass unsere Schüler keine gleichaltrigen spanischen Jugendlichen kennenlernen. Der Wahl der Gastfamilie kommt daher sicher die größte Bedeutung zu. Viele unserer Schüler haben jedoch auch den Aufenthalt bei alleinerziehenden Müttern oder älteren Ehepaaren als sehr angenehm und sowohl persönlich als auch sprachlich als gewinnbringend empfunden.

Bei der Planung und Durchführung einer solchen Sprachenfahrt sollte man meiner Ansicht nach auf folgende Aspekte besonderen Wert legen:

  • Schülergruppe:  Die Grammatikerwerbsphase sollte größtenteils abgeschlossen sein, so dass die Schüler – theoretisch – mit keinen neuen Zeiten konfrontiert werden und sich so ganz auf das Verständnis konzentrieren können. In Bayern bietet sich daher die 10. Klasse/das dritte Lernjahr an.
  • Unterbringung: auf jeden Fall in Gastfamilien; nur so werden die Schüler gezwungen, in echten Kommunikationssituationen Spanisch zu sprechen und ihre Bedürfnisse mitzuteilen. Unsere Schüler betonen immer wieder, dass sie v.a. in den Gastfamilien (und nicht an der Sprachschule) viel lernen, v.a. natürlich im rezeptiven Bereich. Gelegentlich gibt es Probleme bzw. Schüler fühlen sich nicht wohl in ihren Gastfamilien, die sich ja doch überwiegend aus finanziellen Gründen zur Verfügung stellen. Wir sprechen in solchen Fällen sofort mit der Sprachschule und fordern einen Gastfamilienwechsel, auch wenn die Jugendlichen z.B. mit dem Essen unglücklich sind, für das wir ja bezahlen. Die Sprachschulen sind hier in der Regel sehr bemüht, da sie hoffen, dass wir nächstes Jahr wiederkommen. Bei uns sind immer zwei bis drei Schüler in einer Gastfamilie, das animiert auch schüchternere Schüler, sich für die Spanienfahrt anzumelden.
  • Dauer der Fahrt: mindestens zwei Wochen; laut Rückmeldung der Schüler ist eine Woche einfach zu kurz, um sich nicht nur in die Sprache reinzuhören, sondern auch im Sprechen mehr Routine zu gewinnen.
  • Wahl der Sprachschule: Es empfiehlt sich, im Vorhinein mit der Sprachschule abzuklären, was man vom Unterricht erwartet (Konversation, Fördern des freien Sprechens, Abbau von Hemmungen beim Sprechen etc.) und was man NICHT möchte (Grammatikerklärungen, Üben von Zeiten etc. ->  Dies stellt den Hautpinhalt vieler Sprachschulen und ihres Unterrichtsmaterials dar, bringt aber den Schülern während eines kurzen Spanienaufenthalts nichts.) Wir setzen uns auch grundsätzlich am ersten oder zweiten Tag mit in den Unterricht und besprechen mit den Lehrern unseren Eindruck bzw. äußern unsere Wünsche. Wir bezahlen schließlich für den Sprachunterricht und möchten daher auch, dass er in unserem Sinne abläuft.
  • Freizeitprogramm: Wir organisieren mit der Sprachschule für jeden Tag ein intensives, landeskundlich orientiertes Nachmittagsprogramm. Ein großer Vorteil ist, dass unsere Sprachschule immer zwei spanische Studentinnen mitschickt, die sich um die Organisation und einen reibungslosen Ablauf kümmern. Außerdem haben wir so immer zwei Muttersprachler dabei, mit denen unsere Schülern Spanisch sprechen können und müssen.
  • Abendprogramm: Natürlich wollen und sollen die Schüler auch abends Spanien erleben, was bei 15-Jährigen im Hinblick auf den Jugendschutz jedoch schnell schwierig wird. Hier ist es von Vorteil, wenn die Sprachschule schon am frühen Abend Aktivitäten organisiert. Wir gehen mit unseren Schülern zweimal gemeinsam Tapas-Essen, was immer großen Anklang findet.

Zuletzt die wichtigste Frage: Wohin soll man fahren? Sehr hilfreich sind hier natürlich Empfehlungen bzw. positive Erfahrungen andere Lehrer/Schulen, um negative Überraschungen zu vermeiden. Wo also fahrt Ihr mit Euren Schülern hin? Mit welcher Sprachschule habt Ihr positive Erfahrungen gemacht?

Hier mein Tipp: Wir fahren nach Valencia in die Sprachschule Costa de Valencia und sind bisher sehr zufrieden damit.

 


Yo te cuento… noch mehr “echte” Gespräche

Ohne schlechtes Gewissen erzähle ich meinen Schülern zwischendurch ziemlich oft auf Spanisch kurze Anekdoten oder lustige/interessante Sachen, die ich selbst erlebt oder irgendwo gesehen habe (z.B. im Fernsehen). Das dient nicht nur der Auflockerung des Unterrichts, sondern ist die perfekte Hörverstehensübung. Meine Erfahrung ist: Wenn die Schüler den Eindruck haben, ich will ihnen jetzt unbedingt etwas Lustiges erzählen und wir schweifen dabei sogar noch vom Thema oder einer langweiligen Grammatikübung ab, sind sie äußerst aufmerksam und – in Erwartung einer Pointe – sehr bemüht, meiner Erzählung zu folgen.

Im Idealfall entspinnt sich aus einem solchen Minivortrag des Lehrers ein Gespräch mit Rückfragen bzw. Kommentaren der Schüler. Das geschieht besonders oft wenn ich von Fernsehsendungen oder Kinofilmen erzähle, irgendwer hat das dann immer auch gesehen und gibt ausgesprochen gerne seinen Eindruck zum Besten. (Beim Thema “migración” erzähle ich z.B. immer wieder ein paar besonders absurde Episoden der Vox-Sendungen “Goodbye Deutschland” oder “Auf und Davon” , das funktioniert erfahrungsgemäß immer ziemlich gut :-)) Die Schüler hören interessiert zu, sie wollen verstehen und teilhaben an diesem echten Gespräch, das da auf einmal auf Spanisch stattfindet und in dem es um schülernahe Inhalte geht.

Natürlich ist das Ziel des Spanischunterrichts in erster Linie, dass die Schüler sprechen und nicht die Lehrer erzählen. Dennoch: Ich denke, man sollte jede Chance für authentische Kommunikationssituationen nutzen, und die beginnen nun einmal auch im echten Leben oft mit Zuhören.